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Umweltverträgliche Kohleverladung im neuen Terminal von Riga

Referenz_Strek_2019

Neue Terminals auf der Insel Krievu bilden in Lettland die moderne Infrastruktur zur Kohleverladung im Hafen von Riga. Vollert lieferte dazu einen Rangier-Robot DER 100 an den Terminalbetreiber SIA STREK.

Im Februar 2019 haben die ersten Kohletransportschiffe festgemacht und die beiden Terminals SIA STREK und SIA Riga Coal Terminal im neuen Umschlagzentrum im Hafen von Riga gingen in den Livebetrieb. Die zumeist aus Russland stammende Steinkohle kommt auf der Schiene in Waggons, die nun direkt zu den neuen Terminals gelenkt und dort verteilt werden. Für die Verladung setzt SIA STREK auf einen Rangier-Robot DER 100 vom deutschen Rangierspezialisten Vollert. Sein diesel-elektrischer und elektronisch geregelter Allradantrieb mit 130 kW meistert Zuglasten bis 2.000 Tonnen und bringt im 24-Stunden-Pendelbetrieb Waggons zur neuen Entladeanlage. Gefederte Achsen ermöglichen dabei höhere Fahrgeschwindigkeiten auf der rund 1.000 Meter langen Strecke.

Besondere Bauform des Rangier-Robot bietet mehr Übersicht

SIA STREK war aufgrund der jahrelangen guten Erfahrung im Kohleverlade-Terminal von Coal Terminal im estländischen Tallin auf die flexible Rangierlösung von Vollert aufmerksam geworden und bestellte für sein neues Terminal in Riga eine baugleiche Modellvariante mit modernisierten Features. Die Besonderheit des Rangier-Robot DER 100 für STREK liegt in seiner speziell entwickelten Bauform. Anders als bei herkömmlichen Rangierlokomotiven dieser Baugröße kann man aus der Führerkabine sowohl die Umgebung vor als auch hinter dem Rangierfahrzeug einsehen. Bei einem Richtungswechsel muss der Fahrzeugfahrer also nicht aussteigen und das Führerhaus wechseln. Möglich wird dies durch eine besonders schmale Antriebseinheit, die die freie Sicht auf das Gleisfeld gewährleistet. Die Steuerung erfolgt bequem per Bedienpult oder per Funksteuerung im oder auf dem Fahrzeug. Eine besonders niedrige Einstiegshöhe erleichtert den komfortablen Zugang in die Kabine und die automatische Rangierkupplung das An- und Abkuppeln der Güterwaggons.

Flexibilität und hohe Wirtschaftlichkeit

Der Vorteil des Rangier-Robot liegt in seiner hohen Einsatzflexibilität. Der DER 100 bei STREK bringt von verschiedenen Gleisen die jeweils benötigten Waggons zur Entladung und kann sich dabei vollkommen frei auf der Gleisanlage bewegen. Gleichzeitig ist das Rangierfahrzeug eine kostengünstige Lösung - große Rangier- oder Streckenlokomotiven lassen sich in diesem Einsatzfeld nicht wirtschaftlich betreiben. Wichtig für STREK war außerdem die einfache Wartung und Instandhaltung gerade im Hinblick auf die hohe Staubbelastung bei der Kohleentladung.

Größtes Investitionsprojekt im Hafen von Riga

Die Neustrukturierung der Kohleverladung auf der Insel Krievu ist das größte Investitionsprojekt in der Geschichte des Hafens von Riga. Um das Zentrum der lettischen Hauptstadt von der staubigen Kohleverladung zu entlasten und diese umweltverträglicher zu gestalten, wurden 2018 die neuen Kohleverlade-Terminals außerhalb der Stadtgrenze mit EU-Funds gebaut und der Umschlagprozess grundsätzlich neu organisiert. Die Entladung der Waggons erfolgt nun in einer geschlossenen Verladehalle. In einer speziellen Anlage werden dabei alle drei bis fünf Minuten jeweils drei Waggons komplett gedreht und in einen unterirdischen Bunker entleert. Der Rangier-Robot DER 100 sorgt für die präzise und pünktliche Zuführung der Waggons zur Entladeanlage. Um zudem die Ausbreitung von Kohlestaub in der Umgebung verhindern, wurde ein mehr als zwei Kilometer langer und 23 Meter hoher Windzaun installiert.

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