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Vollert entwickelt 260-Tonnen-Automatikkran für Stahlrohrwerk von Vallourec & Mannesmann Tubes

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Ein 260 Tonnen schwerer Automatikkran bildet das neue Highlight in der Schwerlast-Intralogistik von Vollert Anlagenbau. Mit hohen Fahrgeschwindigkeiten von 2,7 m/s, 44 m Spannweite und 35 Tonnen Nutzlast wird der Kran künftig den internen Transport im Rohrwerk Düsseldorf-Rath von Vallourec & Mannesmann Tubes beschleunigen. Der Weltmarktführer produziert Stahlrohre für Öl- und Gasfelder, den Kraftwerksbau sowie für die chemische und petrochemische Industrie.

Der neue Automatikkran (AMK) mit oben liegendem Katzfahrwerk ist der größte in der 85-jährigen Firmengeschichte der Weinsberger Intralogistik-spezialisten: Die 44 m langen und 1,60 m breiten Brückenträger sind mit einer Höhe von 2,60 m bequem begehbar, ebenso wie das auf der Kranbrücke befindliche Schalthaus. Der Kran bildet die Schnittstelle zwischen den einzelnen Bereichen der Rohrfertigung und dem Zwischenlager mit 784 Plätzen. Auf einer Länge von über 300 m erreicht er in der überdachten Halle über 200 verschiedene Anfahrtspositionen sowie die Produktionszugänge zu verschiedenen Fertigungslinien und zum Versand. V & M Tubes verfügt in Düsseldorf-Rath über zwei Warmwalzwerke. Die bis zu 15 m langen Rohre werden in Kassetten mit einem Gewicht von über 30 Tonnen transportiert - jeweils fünf bis sechs davon können im Lager übereinander gestapelt werden. Gängige Spreader mit Twist-Lock-Verriegelung am Katzfahrwerk nehmen die Kassetten sicher auf. Um ein Pendeln der tonnenschweren Ladung zu verhindern, erfolgt der Hub vor der Anfahrt. Zwei Hubwerke auf dem Katzfahrwerk nivellieren zudem über eine elektronische Regelung die Lage.

Optimaler Materialfluss, intelligente Lagerverwaltung

"Das Ziel war eine leistungsfähige und sichere Verbindung der Fertigungslinien und Lagerplätze und damit eine Produktionssteigerung des gesamten Werksbereichs", erklärt Henry Schulze, Projektleiter von Vollert. Ursprünglich war lediglich ein Kran mit manuellem Betrieb vorgesehen, doch Vollert Anlagenbau konnte mit seiner präzisen Automatiksteuerung überzeugen. Der bereits vorhandene Kran auf der gleichen Kranbahn wurde dazu ebenfalls mit einem Positioniersystem ausgestattet und an das Leitrechnersystem angeschlossen. Dieses nimmt nun die Auftragseingänge entgegen, optimiert die Abläufe und vergibt die Fahraufträge an beide AMK. Dabei achtet der Materialflussrechner von Vollert auf eine sortenreine oder auftragsgebündelte Verteilung. In Ruhezeiten werden Umstapelprozesse und Auftragszusammenstellungen gestartet. Auch Eilläufer sind jederzeit möglich. "Bei der Fahrwegsberechnung berücksichtigt unsere Lagerverwaltung auch die Distanz zwischen den Automatikkranen und deren Auslastung", betont Henry Schulze. "So kann zum Beispiel eine Ladungsübergabe auf halber Strecke erfolgen." Auf diese Weise werden beide Krane optimal ausgelastet - im Durchschnitt sind 20 Doppelspiele pro Stunde möglich. Mit dem neuen Intralogistiksystem sichert Vallourec & Mannesmann Tubes die 24-h-Produktion ab.

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