Referenz Liebherr Ehingen 2008 3
| Intralogistiksysteme Europa NewsPressecenterReferenzen News

Ex-Schutz-sicher 50 Tonnen flurfrei lackieren

Mit einer neuen Lackieranlage setzt Liebherr Maßstäbe im Nutzfahrzeugbau. Im Werk Ehingen werden künftig Teile von Mobil- und Raupenkranen bis zu einem Gewicht von 50 Tonnen frei hängend lackiert. Die Intralogistik dafür entwickelt Vollert Anlagenbau aus Weinsberg. Auch Wirtgen und SEW-EURODRIVE setzen auf die neue Technik.

Liebherr_Ehingen_2008

Erst vor wenigen Monaten wurde bei Liebherr in Kirchdorf die erste flurfreie Lackieranlage für Lasten bis 20 Tonnen von Vollert in Betrieb genommen. Jetzt folgt der nächste Schritt: Im Liebherr-Werk Ehingen wird Vollert die weltweit erste Doppelspur-Hängeanlage für Teile bis 50 Tonnen bauen. Der Intralogistikspezialist für schwere Lasten aus Weinsberg setzt dabei auf sein Know-how aus der Betonfertigteilindustrie: Anstelle von Einzel¬antrieben auf den Transporteinheiten kommen fest installierte Reibräder zum Einsatz. Insgesamt sieben Kabinen stehen zum Sandstrahlen, Grundieren, Lackieren und Trocknen der bis zu 19 Meter langen, 4 Meter breiten und 5 Meter hohen Werkstücke zur Verfügung. Zwei 15 Meter hohe Be- und Entlademanipulatoren und ein Verteilmanipulator nehmen die tonnenschweren Teile auf und sorgen für die Verteilung zwischen den einzelnen Stationen. Für eine einfache An- und Abfahrt und einen freien Aktionsradius sorgt die fahrbare Halbportal-Ausführung der Manipulatoren, deren Hubwerke sogar auf eine Last bis 60 Tonnen ausgelegt sind, um einseitige Belastungen ausgleichen zu können.

Die Besonderheit der Vollert-Lösung sind die stationären Reibräder. Diese ersetzen die teueren Ex-Schutz-gesicherten Antriebe auf den einzelnen Transporteinheiten - in den Lackier- und Trockenkabinen ist kein Motor und keine Stromversorgung notwendig. Gleichzeitig handelt es sich um ein nahezu wartungsfreies System, da die Antriebe nicht durch Lacknebel verschmutzen. SEW-EURODRIVE aus Bruchsal nutzt deshalb auch bei Lasten von 3,5 und 10 Tonnen zwei deckengeführte Vollert-Anlagen zur Herstellung von Getrieben und Motoren.

Ein weiterer Vorteil dieser Lösung ist die mögliche Spaltüberbrückung trotz extremer Lasten. Die Wirtgen GmbH aus Windhagen, Weltmarktführer für Asphalt-Kaltfräsen, setzt die Technik künftig zur Pulverbeschichtung von bis zu 30 Tonnen schweren Teilen ein. Das Problem: Da die Beschichtung in Öfen bei Temperaturen von 220 °C erfolgt, müssen Ofen- und Transportstahlbau zur Vermeidung von Wärme- und Energieverlusten baulich getrennt sein. Mit der neuen Intralogistiklösung von Vollert ist die Spaltüberbrückung bei der Ein- und Ausfahrt aus dem Ofen jedoch möglich.

PDF anzeigen

Produktbild Referenz Liebherr Ehingen 2008 1 Produktbild Referenz Liebherr Ehingen 2008 1
Produktbild Referenz Liebherr Ehingen 2008 2 Produktbild Referenz Liebherr Ehingen 2008 2
Produktbild Referenz Liebherr Ehingen 2008 3
Produktbild Referenz Liebherr
Produktbild Referenz Liebherr Ehingen 2008 5