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Kipp und fertig: Cargo-Spezialist Innofreight verlädt mit Rangiertechnik von Vollert

Für den Papier- und Verpackungsspezialisten Mondi hat die Innofreight Solutions GmbH aus Österreich eine innovative Entladestation entwickelt. Wie bei voestalpine in Donawitz und im Kraftwerk Chvaletice sorgt robuste und energieeffiziente Rangier-Technologie von Vollert für zuverlässige Abläufe.

Waggon um Waggon zieht "Woody" in die Entladeeinrichtung und positioniert diese bis auf +- 50 mm genau. Die Gabelzinken der Kippvorrichtung greifen in die Gabeltaschen an den Containern, heben diese an und kippen die Hackschnitzel in das Silo - fertig. Der Container wird zurück gekippt, auf den Waggon gesetzt und "Woody" zieht den nächsten der bis zu 23 Waggons an die Entladestation. "Woody" - das ist ein elektrisch betriebener Rangier-Robot von Vollert, ein KR200, ausgelegt als Tandem-Lösung. Dabei werden bis zu 2.100 Tonnen Hackschnitzel in der stationären Entladeanlage des Papier- und Verpackungsspezialisten Mondi in Štětí in Tschechien verzogen. Die Mondi-Gruppe beschäftigt weltweit über 26.000 Mitarbeiter, die einen Umsatz von mehr als 7 Milliarden Euro erwirtschaften. Für Mondi entwickelte Innofreight Solutions mit Sitz in Bruck an der Mur in Österreich volumenoptimierte Spezialcontainer sowie ein effizientes, betriebssicheres Logistikkonzept zur Verladung von Hackschnitzeln.

Neuartige Entladestation für Holzhackschnitzel

Als Cargo-Dienstleister ist Innofreight auf Transportlogistik spezialisiert. Das Unternehmen entwickelt innovative Waggons, Container und Entladesysteme für Güter aller Art - von Hackschnitzeln über Baustoffe bis hin zur Braunkohle. Der Global Player arbeitet seit vielen Jahren mit Vollert zusammen. "Mit unseren energieeffizienten, wirtschaftlichen Lösungen, modularen Konzepten und der flexiblen Anpassungen an die jeweiligen Anforderungen vor Ort bei der Rangiertechnologie konnten wir uns als Premiumpartner von Innofreight positionieren", sagt Jürgen Schiemer, Bereichsleiter Rangiersysteme bei Vollert.

2017 hat Innofreight für Mondi die neue stationäre Entladestation für den Werksstandort Štětí entwickelt. Für den Rangierbetrieb entschied man sich für einen vierachsigen, elektrisch betriebenen Rangier-Robot KR200 der Standard-Baureihe mit einer Antriebsleistung von 4 x 15 kW. Die Energieversorgung erfolgt über eine Kabeltrommel. Die Waggonluftanlage der Hackschnitzelwaggons ist direkt angeschlossen, um die Pneumatikbremsen der Waggons steuern zu können. Über speziell dafür installierte Luftkessel können so die Bremsen der Waggons für weitere Rangiervorgänge wieder geöffnet werden.

Beim Transport der einzelnen Waggons zur Ladestation kam es vor allem auf Präzision an. Damit die Gabelzinken der Kippvorrichtung zum Entladen der Hackschnitzel exakt in die Gabeltaschen an den Containern greifen, müssen diese zentimetergenau bewegt werden. Vollert hat dies elegant mit moderner Informationstechnologie gelöst. "Woody" wird per Videoübertragung gesteuert. Kameras überwachen permanent den Fahrweg. Das Rangierkonzept ermöglicht Mondi nicht nur eine höhere Arbeitssicherheit, sondern auch erhebliche Mengensteigerungen. Inklusive Verschub dauert die Entladung eines Containers durchschnittlich nur noch zwei Minuten. Gleichzeitig reduzieren sich durch den wartungsarmen und energieeffizienten Rangierbetrieb die operativen Kosten an Betriebsmitteln und Instandhaltung.

Zuverlässig bei harten Umgebungsbedingungen und jeder Witterung

Auch in der Koks und Kohle-Entladeanlage bei voestalpine in Donawitz bei Leoben in Österreich bildet ein Rangier-Robot KR100 von Vollert das Kernstück. Bis zu 1.100 t an Material werden verzogen. Die Containerkippanlage ist lärm- und staubmindernd angelegt und gewährleistet einen prozesssicheren Winterbetrieb auch bei sehr niedrigen Temperaturen. Innofreight hat dafür besonders leichte Containertragwagen entwickelt. Die Zuladung konnte dadurch um rund 30 Prozent gesteigert werden. Der kompakte und robuste, bei jeder Witterung zuverlässig arbeitende Rangier-Robot von Vollert sorgt dafür, die Planzahlen der Entladung von jährlich rund 800.000 Tonnen Koks zu erzielen.

Für besonders raue Alltagsbedingungen, wie sie beispielsweise bei der Schüttgutverladung im Braunkohleabbau herrschen, bietet der Rangier-Robot eine extrem robuste Lösung. "Golem" ist seit April dieses Jahres im Kraftwerk Chvaletice in Ostböhmen im harten Alltagsbetrieb. Der elektrisch betriebene Rangier-Robot KR100 von Vollert ist Teil der neuen, energiesparenden und voll automatisch betriebenen Braunkohlelogistik in dem tschechischen Kraftwerk. Diese hat Innofreight gemeinsam mit CD Cargo entwickelt. Die Entladeanlage ermöglicht eine Zuladungssteigerung um 400 Tonnen Braunkohle pro Ganzzug. Pro Jahr werden rund 5,5 Millionen Tonnen Braunkohle im Kraftwerk entladen. "Golem" verfügt über einer Antriebsleistung 2 × 18,5 kW und verzieht damit bis zu 1.260 t an Braunkohle. Die Videosignale werden über eine rund 400 m lange trommelbare Leitung übertragen. In dieses ist ein Lichtwellenleiter integriert. Die Leitung wird in der Mitte des Fahrwegs eingeklemmt, sodass die Züge in beiden Richtungen rund 200 m bewegt werden können. "Das Kabel fungiert dabei sowohl der Energieübertragung, um den Rangier-Robot zubewegen, als auch der Übertragung der Video- und Steuersignale in den Bedienraum", erklärt Jürgen Schiemer. Die Lösung bietet zugleich ein hohes Maß an Sicherheit und Kontrolle. "Das war mit ein Entscheidungsgrund für Vollert".

Ob Holzschnitzel oder Koks, Kies, Sand oder auch Flüssigkeiten und Gase - Rangiertechnologie von Vollert hat sich weltweit bewiesen. Die wirtschaftlichen Kraftpakete sorgen in jedem Einsatzbereich für einen sicheren Rangier- und Verladebetrieb. Bei jeder Witterung und den rauesten Umgebungsbedingungen.

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