Lkw-Verladung: 10.000 Getränkekisten pro Stunde
Kransysteme sind in nahezu jeder Industrie präsent. Doch sobald Lasten, Geometrien, Taktanforderungen oder Umgebungsbedingungen von der Norm abweichen, stoßen Standardlösungen schnell an ihre Grenzen. Genau dort beginnt die Arbeit von Vollert: mit Kransystemen, die nicht aus dem Katalog kommen, sondern aus dem konkreten Prozessverständnis heraus entwickelt werden.
Ob Lkw-Verladung mit hohem Durchsatz, Stapelkrane für automatisierte Lagersysteme oder Sonderhubwerke für empfindliche oder übergroße Lasten – entscheidend ist nicht das Kransystem als solches, sondern wie es in den Gesamtprozess eingebettet ist. Vollert plant, simuliert und realisiert spezielle Industriekrane als integralen Bestandteil der Produktions- und Logistikarchitektur.
Spezielle Industriekrane finden sich in nahezu allen Industriezweigen. Was sie verbindet, ist nicht die Branche, sondern die Anforderung: ein Prozess, der mit Standardmitteln nicht wirtschaftlich oder sicher abgebildet werden kann.
VERLADUNG UND LOGISTIK MIT HOHEM DURCHSATZ
In der Getränke-, Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie sind Verladeprozesse oft zeitkritisch und volumenintensiv. Kransysteme müssen hier nicht nur heben, sondern präzise greifen, positionieren und übergeben – bei hoher Taktfrequenz und minimalem Personaleinsatz. Das Referenzprojekt Login Beverage zeigt, wie ein speziell entwickeltes Kransystem 10.000 Getränkekisten pro Stunde auf Lkw verladen kann.
AUTOMATISIERTE LAGERSYSTEME UND STAPELKRANE
In automatisierten Hochregallagern oder Puffersystemen übernehmen Stapelkrane die Funktion des Regalbediengeräts – mit dem Unterschied, dass sie für deutlich höhere Lasten, größere Geometrien oder spezifische Greifanforderungen ausgelegt sind. Vollert entwickelt diese Systeme als integralen Bestandteil der Lagerarchitektur, nicht als nachgelagerte Ergänzung.
PROZESSNAHE KRANE IN DER PRODUKTION
Überall dort, wo Bauteile nicht nur transportiert, sondern in Produktionsschritte eingebunden werden müssen – etwa beim Einlegen in Pressen, beim Wenden von Werkstücken oder beim Beschicken von Bearbeitungszentren – sind prozessnahe Sonderkrane gefragt. Sie müssen mit der Maschinensteuerung kommunizieren, Positionen exakt anfahren und Zykluszeiten einhalten.
SONDERLASTAUFNAHMEN FÜR KRITISCHE GÜTER
Empfindliche, übergroße oder geometrisch komplexe Lasten erfordern individuell konstruierte Lastaufnahmemittel. Vollert entwickelt Traverse, Greifer, Saugrahmen und Hubwerkzeuge, die auf das jeweilige Fördergut abgestimmt sind – und damit Beschädigungen, Prozessunterbrechungen und Sicherheitsrisiken vermeiden.
Standardkrane sind für wiederkehrende, gut definierte Lastbilder ausgelegt. Sobald jedoch Branchenanforderungen, Prozesslogiken oder Lastgeometrien von diesen Normbedingungen abweichen, entstehen Lücken – in der Präzision, in der Verfügbarkeit, in der Prozessintegration oder in der Wirtschaftlichkeit.
Spezielle vollautomatische Industriekrane sind keine Nischenprodukte. Sie sind die konsequente Antwort auf Anforderungen, die in der Praxis häufig vorkommen, aber selten mit Standardmitteln lösbar sind: Lasten, die nicht symmetrisch sind. Prozesse, die hohe Taktfrequenzen erfordern. Umgebungen, in denen Temperatur, Feuchtigkeit, Staub oder Explosionsschutz besondere Konstruktionsanforderungen stellen. Oder Materialflüsse, in denen Kran und Produktionsanlage eng miteinander kommunizieren müssen.
Vollert entwickelt diese Systeme nicht als isolierte Hebezeuge, sondern als Bestandteil einer durchdachten Prozessarchitektur. Das beginnt bereits in der Planungsphase mit der Simulation von Transportwegen, Taktzeiten und Randbedingungen – und endet mit einem System, das im realen Betrieb zuverlässig funktioniert.
Ein spezieller Industriekran ist nur so gut wie die Planung, die ihm vorausgeht. Vollert beginnt jedes Projekt mit einer strukturierten Analyse der Prozessanforderungen: Welche Lasten werden bewegt? In welcher Taktung? Unter welchen Umgebungsbedingungen? Welche Schnittstellen zu Produktion, Lager oder IT bestehen?
Auf dieser Basis werden Transportwege, Hubhöhen, Positioniergenauigkeiten und Lastaufnahmemittel bereits in der Planungsphase simuliert. So lassen sich Engpässe, Kollisionsrisiken und Auslegungsfehler identifizieren, bevor die erste Komponente gebaut wird. Das reduziert Planungsrisiken, verkürzt Inbetriebnahmezeiten und erhöht die Betriebssicherheit.
Vollert übernimmt dabei nicht nur die mechanische Konstruktion, sondern auch die Steuerungstechnik, die Sicherheitsarchitektur und die Integration in übergeordnete Systeme. Das Ergebnis ist kein Einzelgerät, sondern ein funktionsfähiges Gesamtsystem.