Transport- und Fördersysteme
Vollert entwickelt maßgeschneiderte Transport- und Fördersysteme für Schwerlastanwendungen von 5 bis 50 Tonnen – überall dort, wo massive, großformatige und besonders schwere Güter sicher und präzise bewegt werden müssen.
Wirtschaftliche Fördertechnik für massive Lasten
Ob Aluminium- und Stahlcoils, Brammen, Spaltbänder, Maschinenkomponenten, Waggons oder Baggerteile: Unsere Förderstrecken, Prozesskrane, fahrerlosen Transportsysteme (AMRs), Transportwagen und Shuttles sorgen für einen zuverlässigen Materialfluss zwischen Produktion, Bearbeitung, Lager und Versand. Dabei stehen nicht nur Tragfähigkeit, sondern vor allem dynamische Kräfte, Beschleunigungs- und Bremsvorgänge sowie exakte Positionierung im Fokus. Wir berücksichtigen hohe Anfahrmomente, Massenträgheit, komplexe Streckenführungen und enge Platzverhältnisse ebenso wie anspruchsvolle Sicherheitsanforderungen im Zusammenspiel von Mensch und Maschine. Robuste Konstruktionen, intelligente Steuerungskonzepte und synchronisierte Bewegungsabläufe gewährleisten maximale Prozesssicherheit und Verfügbarkeit – auch im Mehrschichtbetrieb.
Kettenförderer und Rollenbahnen für Schwerlastanwendungen Kettenförderer und Rollenbahnen für Schwerlastanwendungen
Kettenförderer und Rollenbahnen bilden das Rückgrat vieler Schwerlast-Materialflüsse. Sie verbinden Produktionsstationen, Pufferzonen, Bearbeitungsmaschinen und Übergabepunkte zu Kran oder Lager. Für Lasten wie Coils, Brammen oder Spaltbänder werden sie auf die spezifischen Gewichte, Geometrien und Oberflächenanforderungen des Materials ausgelegt – inklusive Antriebs- und Steuerungskonzept für synchronisierte Bewegungsabläufe.
Schwerlast-Schiebebühnen ermöglichen den Quertransport schwerer Lasten zwischen parallelen Förderstrecken oder Hallenbereichen, ohne dass aufwendige Kurvenführungen oder Weichen erforderlich sind. Sie sind besonders dann sinnvoll, wenn Lasten zwischen mehreren Linien oder Bearbeitungszonen verteilt werden müssen und der verfügbare Fahrweg begrenzt ist. Vollert setzt Schiebebühnen unter anderem für Waggons, Ofenumlaufanlagen, Großbauteile und Coils ein.
Fahrerlose Transportsysteme (AMRs) für Schwerlastanwendungen Fahrerlose Transportsysteme (AMRs) für Schwerlastanwendungen
Fahrerlose Transportsysteme erschließen Flexibilität dort, wo feste Förderstrecken zu unflexibel oder baulich nicht realisierbar sind. Vollert liefert Schwerlast-AMRs für Lasten bis 50 Tonnen und darüber, die sich in bestehende Hallenstrukturen integrieren lassen und mit übergeordneten Steuerungssystemen kommunizieren. Navigationssicherheit, Kollisionsschutz und Positioniergenauigkeit sind dabei keine Zusatzoptionen, sondern konstruktive Grundanforderungen.
Schwerlast-Shuttles verbinden Lager- und Produktionsbereiche mit hoher Taktfrequenz und präzisen Übergabepositionen. Sie sind besonders dann relevant, wenn Materialflüsse zwischen automatisierten Lagersystemen und Produktionslinien eng getaktet und zuverlässig gesteuert werden müssen. Die Auslegung berücksichtigt Gewichte, Durchmesser, Oberflächenempfindlichkeit und die Anforderungen der angrenzenden Systeme.
Deckengeführte Schwerlast-Shuttletechnik für prozessnahen Transport Deckengeführte Schwerlast-Shuttletechnik für prozessnahen Transport
Deckengeführte Shuttletechnologie ermöglicht den flexiblen Transport schwerer Lasten auf Deckenniveau und schaffen damit Bodenfreiheit für Produktions- und Logistikprozesse darunter. Sie sind besonders in Umgebungen sinnvoll, in denen Bodenfläche knapp ist oder Lasten über mehrere Prozessstationen hinweg geführt werden müssen, ohne den Bodenbereich zu blockieren. Ebenso ist diese Fördertechnik sinnvoll, wenn die Last möglichst frei zugänglich sein muss, um sie z.B. zu lackieren.
Die Systemauswahl - Entscheidende Fragen:
Welche Lasten, Geometrien und Materialoberflächen müssen bewegt werden?
Wie ist die Streckenführung – linear, quer, mehrdimensional?
Welche Taktung und Durchsatzanforderungen bestehen?
Wie eng ist die Integration in angrenzende Produktions- oder Lagerprozesse?
Sind feste Strecken oder flexible Fahrkurse erforderlich?
Welche Schnittstellen zu WMS, MES oder Kransteuerung bestehen?
Welche Prozesschritte oder Arbeitsabläufe sollen automatisiert werden?
Fördertechnik für Lasten ab 5 Tonnen folgt anderen physikalischen und sicherheitstechnischen Gesetzmäßigkeiten als klassische Intralogistiklösungen. Wer schwere Güter bewegt, muss nicht nur Traglasten beherrschen, sondern vor allem die dynamischen Kräfte, die beim Anfahren, Bremsen und Positionieren entstehen. Massenträgheit, Beschleunigungsrampen und Querkräfte bestimmen die Konstruktion ebenso wie die Steuerungsarchitektur.
Hinzu kommen die Anforderungen aus dem Produktionsumfeld selbst: Enge Hallensituationen, laufende Prozesse in unmittelbarer Nähe, Schnittstellen zu Bearbeitungsmaschinen, Kränen oder Lagersystemen sowie hohe Verfügbarkeitsanforderungen im Mehrschichtbetrieb. Ein Ausfall in der Förderstrecke bedeutet in vielen Anwendungen unmittelbaren Produktionsstillstand.
Klassische Fördertechnik ist für diese Kombination aus Last, Dynamik, Prozessnähe und Verfügbarkeitsanforderung nicht ausgelegt. Vollert entwickelt Systeme, die genau für dieses Umfeld konstruiert sind – mit robusten Tragstrukturen, intelligenten Steuerungskonzepten und synchronisierten Bewegungsabläufen, die auch unter Dauerlast zuverlässig funktionieren.
Traglasten und Verfügbarkeit
5 bis 50 Tonnen und mehr pro Transporteinheit; Auslegung für Mehrschichtbetrieb, Redundanzkonzepte, wartungsarme Konstruktion
Exakte Übergabepositionen an Maschinen, Krane, Lager und Versandbereiche
Dynamik
Hohe Anfahrmomente, kontrollierte Beschleunigungs- und Bremsvorgänge, Massenträgheitsausgleich
Sicherheit
Mensch-Maschine-Interaktion, Schutzkonzepte, normgerechte Auslegung
Tragfähigkeit, also das maximale Gewicht, das ein Fördersystem in der Schwerlast-Intralogistik sicher aufnehmen, transportieren oder lagern kann, ist der sichtbarste Parameter – aber selten der entscheidende. In der Praxis sind es die konstruktiven Details, die über Prozesssicherheit, Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit im Betrieb entscheiden:
Dynamische Kräfte beim Anfahren und Bremsen schwerer Massen erzeugen Belastungen, die in der Tragstruktur, den Antrieben und der Steuerung berücksichtigt werden müssen. Wer diese Kräfte unterschätzt, riskiert vorzeitigen Verschleiß, ungeplante Ausfälle und im schlimmsten Fall Sicherheitsprobleme. Vollert legt Antriebe, Bremssysteme und Führungskonstruktionen auf die tatsächlichen Betriebslasten aus – nicht auf Nennwerte unter Idealbedingungen.
Positioniergenauigkeit ist ein weiterer kritischer Faktor. Übergaben an Bearbeitungsmaschinen, Krane oder automatisierte Lagersysteme erfordern Wiederholgenauigkeiten, die mit einfachen Endschalterkonzepten nicht erreichbar sind. Vollert integriert geeignete Messsysteme und Steuerungskonzepte, die auch nach langen Betriebszeiten und unter wechselnden Lastbedingungen zuverlässige Positionierung gewährleisten.
Wartbarkeit und Zugänglichkeit werden in vielen Projekten zu spät berücksichtigt. In Schwerlast-Umgebungen, in denen Ausfälle unmittelbar Produktionskosten verursachen, müssen Wartungsintervalle, Ersatzteilkonzepte und Zugänglichkeit von Antrieben und Verschleißteilen von Anfang an in die Konstruktion einfließen.
Wir blicken mit Stolz auf eine 100 Jahre alte Erfolgsgeschichte als Technologie- und Innovationsführer. Dabei entwickeln wir uns immer agil an den Anfordernissen der Märkte und arbeiten permanent an innovativen Lösungen als Erfolgsbeschleuniger unserer Kunden.
Um die Supply Chain zu optimieren, gilt es, logistisch wie auch produktionstechnisch alle Faktoren in einem umfassenden Konzept zu integrieren. Wir verstehen es, unsere Technologie in übergeordnete Softwarearchitektur einzubinden. Der entscheidende Schritt zu einer digitalen Fabrik.
Aus starren Transportprozessen entwickeln wir flexible Wertschöpfungsketten. Von Losgröße 1 bis zur Serienfertigung erarbeiten wir im engen Dialog mit unseren Kunden das optimale Materialflusskonzept. Dabei simulieren wir mit modernster Visualisierungssoftware und digitalen Zwillingen die späteren Intralogistikprozesse.
Von der Konstruktion bis zur Automation verpflichten wir uns ausschließlich den höchsten Technologiestandards. Dabei setzen wir auf hochwertigste Materialien und geprüfte Komponenten für unsere Anlagentechnik.