Mit dem BusTower verfolgt TruckTower einen neuen Infrastrukturansatz für Verkehrsunternehmen, die vor zunehmenden Flächenengpässen in bestehenden Betriebshöfen stehen. Die Elektrifizierung von Busflotten erhöht den Bedarf an Stellflächen, Ladeinfrastruktur, Netzanschlusskapazitäten und sicheren Betriebsprozessen. Gleichzeitig sind geeignete innerstädtische Flächen für neue oder erweiterte Depots in vielen Städten knapp, teuer oder planerisch schwer verfügbar. Bereits im eingereichten Projektansatz sind fünf Verkehrsbetreiber mit insgesamt neun möglichen Depotstandorten bzw. Anwendungsfällen eingebunden. Diese Bandbreite ermöglicht es, unterschiedliche Ausgangssituationen zu betrachten – von dichten urbanen Bestandshöfen über Elektrifizierungsengpässe und Betreiberportfolios bis hin zu Service-Center-Anwendungen und Neubau- bzw. Verlagerungsszenarien. Gleichzeitig bleibt VerTIBUS offen für weitere Betreiber, die
während der Projektlaufzeit eigene Standorte, Daten oder Anwendungsfälle einbringen möchten.
„Mit VerTIBUS schaffen wir eine belastbare Entscheidungsgrundlage, wann vertikale Depotinfrastruktur für Verkehrsunternehmen technisch sinnvoll, wirtschaftlich tragfähig und genehmigungsfähig ist“, sagt Dr.-Ing. Felix Hackbarth, Geschäftsführer der TruckTower GmbH. „Der BusTower ist dabei kein reines Forschungskonzept. TruckTower verfügt über die Systemkompetenz, die IP-Grundlage und das Partnernetzwerk, um entsprechende Projekte bereits heute konkret zu planen und umzusetzen. VerTIBUS soll zusätzlich helfen, die Anwendung systematisch zu bewerten, zu standardisieren und für weitere europäische Betreiber skalierbar zu machen.“ Im Projekt werden technische Varianten, Sicherheits- und Brandschutzanforderungen, regulatorische Rahmenbedingungen, Lade- und Netzkonzepte sowie Wirtschaftlichkeitsmodelle mit Leerfahrteinsparungen untersucht. Im Mittelpunkt steht ein übertragbarer Entscheidungsrahmen, der Verkehrsunternehmen zeigt, unter welchen Bedingungen ein BusTower gegenüber klassischer Betriebshoferweiterung, Depotneubau oder Standortverlagerung Vorteile bieten kann.
Das Konsortium verbindet industrielle Systemkompetenz, angewandte Forschung, Lade- und Netzinfrastruktur, Architektur- und Infrastrukturplanung, Sicherheits- und Brandschutzexpertise sowie die Perspektive von Verkehrsbetreibern. TruckTower übernimmt die Rolle des Projektleiters und kommerziellen Partners. Zu den beteiligten Kernpartnern zählen Fraunhofer IVI, emutec GRID SYSTEMS, Luetkens Architektur, IPROCONSULT, SiKo, TAIVR / Nicole Noack sowie ARRIVA als Betreiberpartner. Die Einreichung des Antrags ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur weiteren Marktentwicklung des BusTower-Systems. Eine Förderentscheidung steht noch aus. Im Falle einer Bewilligung soll VerTIBUS über 24 Monate laufen und eine fundierte Grundlage für spätere Umsetzungs- und Beschaffungsentscheidungen im öffentlichen Busverkehr schaffen. Unabhängig davon steht TruckTower bereits heute für Gespräche mit Verkehrsunternehmen, Infrastrukturbetreibern und Städten bereit, die konkrete Flächenengpässe in Busdepots prüfen oder eigene Standorte in die weitere Entwicklung einbringen möchten.
