Mit der erfolgreichen Abnahme eines vollautomatischen Rangier-Robot DER100 bei der Treul Gruppe in Österreich realisiert Vollert eine weitere leistungsstarke Automatisierungslösung für die Rohstoff- und Baustoffindustrie. Das traditionsreiche Familienunternehmen zählt zu den bedeutenden Produzenten von Kies-, Schotter- und Rohstoffprodukten in Österreich und beliefert zahlreiche Infrastruktur- und Bauprojekte mit hochwertigen mineralischen Rohstoffen.
Im Zentrum der neuen Anlage steht ein vollständig automatisierter Rangier- und Verladeprozess für Schotter- und Kieswaggons. Das Rangierfahrzeug übernimmt dabei das exakte Positionieren und Verschieben der Waggons innerhalb der Verladeanlage - präzise, effizient und ohne manuelle Rangiereingriffe.
Automatisierte Prozesse für maximale Effizienz
Gesteuert wird der gesamte Ablauf über ein übergeordnetes externes Leitsystem. Der Bediener übergibt dem System lediglich die relevanten Informationen wie Anzahl, Typ und Reihenfolge der zu beladenden Waggons per mobilem Tablet. Anschließend läuft der komplette Rangier- und Verladeprozess vollautomatisch ab.
Der Rangier-Robot kommuniziert dabei kontinuierlich über eine bidirektionale Funkverbindung mit dem Leitsystem. Sämtliche Steuer- und Rückmeldedaten werden in Echtzeit übertragen. Je nach Prozessanforderung erhält der DER100 entweder Soll-Geschwindigkeiten zum kontrollierten Verschieben der Waggons oder exakte Soll-Positionen für die präzise Ausrichtung unter der Verladung.
Dank integriertem Dieselgenerator arbeitet das Fahrzeug vollkommen autark und unabhängig von externer Energieversorgung. Dadurch eignet sich das System insbesondere für anspruchsvolle industrielle Umgebungen, in denen robuste, flexible und wartungsarme Lösungen gefragt sind.
Präzise Waggonpositionierung bei hoher Förderleistung
Mit einer Förderleistung von rund 400 Tonnen pro Stunde werden die Waggons anschließend automatisch und exakt getaktet durch die Beladung geführt. Die präzise Positionierung sorgt dabei für einen kontinuierlichen Materialfluss sowie eine gleichmäßige und effiziente Beladung der einzelnen Waggons. Für den Anlagenbetrieb bedeutet dies eine deutliche Vereinfachung der Prozessabläufe. Manuelle Rangierarbeiten entfallen nahezu vollständig, gleichzeitig werden Prozesssicherheit und Verladeleistung erheblich gesteigert. Der Fahrer des Radladers sorgt lediglich noch dafür, dass ausreichend Material in den Aufgabebunkern vorhanden ist – sämtliche weiteren Abläufe übernimmt die Automation.
Digitalisierung und Automatisierung im Rohstoffumschlag
Die Treul Gruppe setzt konsequent auf die Digitalisierung und Automatisierung logistischer Prozesse im Rohstoffumschlag. Gerade im Bereich der Schüttgutverladung gewinnen automatisierte Rangier- und Verladelösungen zunehmend an Bedeutung. Sie ermöglichen nicht nur höhere Durchsatzleistungen und reproduzierbare Prozesse, sondern reduzieren gleichzeitig den Personalaufwand sowie potenzielle Fehlerquellen im laufenden Betrieb.
Mit der erfolgreichen Inbetriebnahme in Österreich unterstreicht Vollert erneut seine Kompetenz als Spezialist für automatisierte Rangier- und Verladelösungen im Schwerlast- und Schüttgutbereich. Ziel ist es, Prozesse effizienter, sicherer und nachhaltiger zu gestalten – und damit den steigenden Anforderungen moderner Industrie- und Logistikstandorte gerecht zu werden.
