Ziel des seit Jahrzehnten geplanten Bauvorhabens ist es, die Innenstadt im österreichischen Feldkirch künftig deutlich vom Durchgangsverkehr zu entlasten. Für den Bau des rund 3.950 Meter langen Tunnels mit vier Tunnelzweigen und einem unterirdischen Kreisverkehr müssen enorme Mengen an Gestein bewegt werden: Insgesamt fallen bis zu eine Million Tonnen Aushubmaterial an.
Das beim Tunnelbau gewonnene Gestein, überwiegend Kalkstein, wird direkt am Portal Felsenau in Schüttgutwaggons verladen. Über die von der Rhomberg Sersa Rail Group errichtete Anschlussgleis erfolgt anschließend der Transport zum Rheintal Resource Center beziehungsweise in den Steinbruch. Vorgesehen sind zwei Zugfahrten pro Tag, wobei jeder Zug rund 1.000 Nettotonnen Material transportiert.
Nachhaltige Verladeprozesse
Für das präzise und zuverlässige Bewegen der Waggons kommt dabei ein vollelektrischer Rangier-Robot vom Typ STANDARD BR100 von Vollert zum Einsatz. Das kompakte Rangierfahrzeug übernimmt die Positionierung der Güterwagen im Verladebereich und sorgt damit für einen effizienten Materialfluss auf der Baustelle. Durch den elektrischen Antrieb arbeitet das System lokal emissionsfrei und besonders geräuscharm – ein entscheidender Vorteil bei Infrastrukturprojekten in urbanem Umfeld.
Die offizielle Taufe des Rangierfahrzeugs übernahm vor Ort Katharina Rhomberg als Patin. Mit der feierlichen Inbetriebnahme startete zugleich ein weiterer wichtiger Baustein der nachhaltigen Baustellenlogistik für den Stadttunnel Feldkirch. „Gerade bei Großprojekten dieser Dimension gewinnt eine effiziente und nachhaltige Baustellenlogistik zunehmend an Bedeutung. Der Transport großer Materialmengen auf der Schiene entlastet Straßen, reduziert Emissionen und sorgt für sichere sowie planbare Abläufe auf der Baustelle“, erklärt Christian Langner, Projektleiter Vertrieb bei Vollert. Der eingesetzte BR100 wurde für anspruchsvolle Rangier- und Verladeprozesse in Industrie- und Infrastrukturprojekten entwickelt. Dank seiner kompakten Bauweise, hohen Traktionsleistung und präzisen Steuerung eignet sich das Fahrzeug insbesondere für den Einsatz auf engen Baustellenarealen oder in Bereichen mit begrenztem Platzangebot. Gleichzeitig ermöglicht der vollelektrische Betrieb eine energieeffiziente und wartungsarme Nutzung.
Minimierung der Lärm- sowie CO₂-Emissionen
Mit dem Stadttunnel Feldkirch entsteht nicht nur ein zentrales Verkehrsprojekt für die Region Vorarlberg, sondern auch ein Beispiel dafür, wie moderne Infrastrukturprojekte zunehmend auf nachhaltige Transport- und Logistikkonzepte setzen. Die Verlagerung des Aushubtransports auf die Schiene reduziert die Belastung der umliegenden Straßen erheblich und minimiert gleichzeitig Lärm- sowie CO₂-Emissionen.
Für Vollert unterstreicht das Projekt einmal mehr die steigende Bedeutung intelligenter Rangier- und Verladelösungen in unterschiedlichsten Branchen und Anwendungsbereichen. Ob Industrie, Tunnelbau, Rohstofflogistik oder Schwerlastumschlag – moderne Rangiertechnologie leistet einen entscheidenden Beitrag für effiziente, sichere und nachhaltige Materialflüsse. Ganz im Sinne des Vollert-Leitmotivs „Moving the impossible“ bewegt der vollelektrische Rangier-Robot in Feldkirch künftig Tag für Tag gewaltige Mengen an Tunnelaushub – präzise, effizient und emissionsfrei auf der Schiene.
