Automatisierte Intralogistik für Logan Aluminum
Schwerlast-Hochregallager von Vollert sind ausgelegt für Anwendungen von 5 bis 50 Tonnen und mehr – überall dort, wo Dimensionen und Gewichte herkömmliche Systeme an ihre Grenzen bringen. Wir lagern Coils und Spaltbänder, Luftfrachtcontainer, LKWs, Transformatoren oder übergroße Werkstücke sicher und effizient ein. Wir beginnen, wo andere aufhören: mit individuell konzipierten Lagerstrukturen und dem Einsatz der leistungsfähigsten Schwerlast-Regalbediengeräte der Welt.
Die besonderen Herausforderungen liegen nicht nur im Gewicht der Werkstücke, sondern in der ganzheitlichen statischen Auslegung des Systems. Gleichzeitig erfüllen unsere Anlagen erhöhte Sicherheitsvorschriften und sorgen durch intelligente Steuerungs- und Überwachungskonzepte für maximale Prozesssicherheit, Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit im täglichen Betrieb.
Hochregallager gelten als klassische Antwort auf steigenden Flächendruck. Gerade in Produktionsumgebungen, in denen Hallenflächen teuer oder begrenzt sind, bietet die vertikale Lagerung erhebliche Vorteile. Statt die Fläche weiter auszudehnen, wird die vorhandene Gebäudehöhe genutzt, um hohe Lagerkapazitäten auf kleiner Grundfläche zu schaffen oder werden Hochregallager in Silobauweise an das Gebäude angedockt.
Im Schwerlastbereich ist dieses Konzept jedoch deutlich anspruchsvoller als in klassischen Palettenlagern. Dennoch bieten sie enormes Potenzial – insbesondere dann, wenn hohe Umschlagzahlen erreicht werden müssen und die Prozesse stabil sind. Regalbediengeräte übernehmen die automatisierte Ein- und Auslagerung der Werkstücke und sorgen für reproduzierbare Abläufe mit hoher Präzision. Durch definierte Übergabestationen lassen sich Lager und Produktion eng miteinander verbinden.
Der wirtschaftliche Vorteil entsteht vor allem dann, wenn mehrere Faktoren zusammenkommen:
Hochregallager für Lasten ab 5 Tonnen unterscheiden sich grundlegend von klassischen Lagersystemen. Die Herausforderung liegt nicht allein im Gewicht der einzulagernden Güter, sondern in der Gesamtheit der statischen, dynamischen und betrieblichen Anforderungen, die daraus entstehen. Schon alleine der Stahlbau des Lagers selbst unterscheidet sich grundsätzlich vom Hochregallagerdesign eines Europalettenlagers.
Hohe Feld- und Ebenenlasten, extreme Punktbelastungen an Stützen und Fundamenten sowie dynamische Kräfte durch Beschleunigung und Bremsvorgänge der Regalbediengeräte müssen präzise berechnet und in der Tragwerksstruktur abgebildet werden. Wer diese Zusammenhänge unterschätzt, riskiert nicht nur Fehldimensionierungen, sondern auch Verfügbarkeitsprobleme und Sicherheitsmängel im laufenden Betrieb.
Hinzu kommen die Anforderungen an die Lastaufnahmemittel: Coils, Spaltbänder, Großladungträger, Satellitenlager für mehrfachtiefe Lagerung, Transformatoren; Walzgerüste oder übergroße Werkstücke erfordern jeweils spezifische Greif-, Trag- und Positionierlösungen, die sicher, wiederholgenau und schonend mit dem Material umgehen. Standardteleskope aus dem Palettenbereich sind hier keine Option.
Regalstruktur und Statik: Die Regalstruktur eines Schwerlast-Hochregallagers muss nicht nur die statischen Lasten der eingelagerten Güter aufnehmen, sondern auch dynamische Kräfte aus dem Fahrbetrieb der Regalbediengeräte, Windlasten bei Silobauweise sowie seismische Anforderungen je nach Standort. Vollert dimensioniert Tragwerkelemente und Fundamente auf Basis einer vollständigen statischen Analyse – angepasst an das konkrete Lastbild, den konkreten Standort der Anlage, die Hallengeometrie und die Betriebsparameter.
Schwerlast-Regalbediengeräte: Vollert setzt auf Regalbediengeräte, die für den Dauerbetrieb unter Schwerlastbedingungen ausgelegt sind. Hohe Traglasten, präzise Positionierung auch bei großen Hubhöhen bis zu 45m, robuste Antriebstechnik und wartungsfreundliche Konstruktion sind dabei keine Optionen, sondern Grundvoraussetzungen. Die Geräte werden projektspezifisch ausgelegt – in Tragkraft, Hubhöhe, Fahrgeschwindigkeit und Lastaufnahmemittel.
Lastaufnahmemittel: Empfindliche oder großformatige Güter erfordern Lastaufnahmemittel, die nicht nur tragen, sondern auch schonen. Ob Coilaufnahmen, Traversensysteme, Sonderteleskope, Klemmgreifer mit speziellen Verriegelungen oder Sonderlösungen für asymmetrische Lasten: Die Auslegung der Lastaufnahmemittel ist ein zentraler Bestandteil der Systemarchitektur und wird immer auf das konkrete Material und den Prozesskontext abgestimmt.
Schwerlast-Hochregallager von Vollert sind in sehr unterschiedlichen Industrien und Anwendungsfeldern im Einsatz. Was sie verbindet: Die Anforderungen an Traglast, Präzision, Verfügbarkeit und Prozessintegration liegen weit oberhalb dessen, was Standardsysteme leisten können.
STAHL- UND METALLINDUSTRIE
Coils, Spaltbänder, Blechpakete, Blechstapel und Drahtbunde gehören zu den anspruchsvollsten Lagergütern überhaupt. Hohe Gewichte, empfindliche Oberflächen und enge Produktionstaktungen erfordern Lagersysteme, die schnell, präzise und materialschonend arbeiten. Vollert-Anlagen sind in führenden Stahlwerken und Servicezentren weltweit im Einsatz.
LOGISTIK UND PRODUKTIONSVERSORGUNG
Die Einlagerung von Großgütern, z.B. in Eisenbahnwartungscentern, wo komplette Drehgestelle auf Großladungträgern eingelagert werden, stellt besondere Anforderungen an Durchsatz, Zugriffsgeschwindigkeit und Systemverfügbarkeit. Selbst Rumpfteile von Flugzeugen können problemlos mit Vollert-Regalbediengeräten platzsparend gelagert werden. Vollert realisiert Lösungen, die auch im 24/7-Betrieb zuverlässig funktionieren.
HOLZINDUSTRIE
Großformatige Laminatplattenstapel, die Lagerung von OSB- oder MDF Platten, erfordern Lagersysteme im Bereich 3-15 Tonnen, die mit unregelmäßigen Abmessungen, hohen Gewichten und wechselnden Produktvarianten umgehen können. Holzwerkstoffe sind extrem empfindlich, was Durchbiegungen etc. angeht. Vollert entwickelt hier Lösungen, ohne Ladehilfsmittel oder Paletten, die Flächeneffizienz, schonenden Materialtransport und Zugriffsflexibilität verbinden.
SONDERGÜTER UND INDUSTRIEANLAGEN
Bauteile für Flugzeuge, Eisenbahnen, Turbinen und Generatoren aller Art, komplette Transformatoren, Werkzeuge, andere Großbauteile oder Anoden aus der Aluminiumindustrie: Überall dort, wo Standardlager schlicht dafür nicht ausgelegt sind, entwickelt Vollert individuelle Hochregallager-Architekturen, die auf das spezifische Gut, den Prozess und die Betriebsumgebung zugeschnitten sind.
Schwerlast-Intralogistikprojekte sind immer individuell. Unterschiedliche Lasten, Materialeigenschaften, Produktionsprozesse und Platzverhältnisse erfordern maßgeschneiderte Lösungen. Entsprechend entstehen bereits in der frühen Projektphase zahlreiche Herausforderungen. Nachfolgend beantworten unsere Experten die häufigsten Fragen aus der Praxis zu Schwerlast-Hochregallagern – basierend auf jahrzehntelanger Erfahrung mit automatisierten Lösungen für verschiedenste Industrien.
Für welche Lastbereiche sind Vollert-Hochregallager ausgelegt? Für welche Lastbereiche sind Vollert-Hochregallager ausgelegt?
Vollert-Hochregallager sind für Lasten von etwa 5 bis 50 Tonnen pro Lagereinheit ausgelegt, in speziellen Anwendungen auch deutlich darüber hinaus. Die konkrete Auslegung erfolgt stets projektbezogen und orientiert sich an Faktoren wie Gewicht, Abmessungen, Schwerpunktlage, Lagerstrategie und Umschlagshäufigkeit der Güter. Anders als bei standardisierten Lagerlösungen gibt es keine starre Lastgrenze. Vielmehr werden Regalstruktur, Regalbediengeräte, Lastaufnahmemittel und Fördertechnik als Gesamtsystem auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmt. Dadurch können auch besonders schwere oder großformatige Güter sicher, automatisiert und platzsparend gelagert werden.
Welche Lagergüter können in Vollert-Hochregallagern gelagert werden? Welche Lagergüter können in Vollert-Hochregallagern gelagert werden?
Vollert-Hochregallager eignen sich für eine Vielzahl schwerer und anspruchsvoller Lagergüter. Dazu zählen unter anderem Stahl- und Aluminiumcoils, Spaltbänder, Blechpakete, Drahtbunde, Holzpakete, Anoden sowie Großtablare mit unterschiedlichsten Industriekomponenten. Darüber hinaus werden Lösungen für die Lagerung von Transformatoren, Fahrzeugen wie LKWs und Bussen sowie besonders großen oder schweren Bauteilen entwickelt. Für jede Güterart werden passende Lastaufnahmemittel, Regalgeometrien und Materialflusskonzepte ausgelegt. So lassen sich sowohl hohe Lagerdichten als auch sichere und prozessoptimierte Ein- und Auslagerungsprozesse realisieren.
Wie unterscheidet sich ein Vollert-Hochregallager von Standardlösungen etablierter Anbieter? Wie unterscheidet sich ein Vollert-Hochregallager von Standardlösungen etablierter Anbieter?
Konventionelle Hochregallager sind überwiegend für standardisierte Ladungsträger und Lasten bis etwa 2 Tonnen ausgelegt. In Einzelfällen können solche Systeme zwar für höhere Lasten angepasst werden, stoßen jedoch bei schweren, sperrigen oder nicht standardisierten Gütern schnell an technische Grenzen. Vollert entwickelt dagegen Schwerlast-Hochregallager speziell für anspruchsvolle Industrieanwendungen. Dabei werden nicht nur Tragfähigkeit und Regaltechnik angepasst, sondern die gesamte Systemarchitektur. Statik, Regalbediengeräte, Lastaufnahmesysteme, Fördertechnik sowie Steuerungs- und Automatisierungskonzepte werden individuell auf die jeweiligen Materialflüsse und Prozessanforderungen ausgelegt. Dadurch entstehen leistungsfähige und langfristig wirtschaftliche Gesamtlösungen.
Kann ein Vollert-Hochregallager in eine bestehende Halle integriert werden? Kann ein Vollert-Hochregallager in eine bestehende Halle integriert werden?
Ja. Vollert realisiert sowohl automatische Hochregallager in Silobauweise als auch Lösungen innerhalb bestehender Gebäude- und Produktionsstrukturen. Gerade bei Brownfield-Projekten werden die vorhandenen Rahmenbedingungen bereits in der frühen Planungsphase detailliert analysiert. Dazu gehören Bodentragfähigkeit, Hallengeometrie, Stützenraster, Brandschutzanforderungen sowie bestehende Materialfluss- und IT-Systeme. Ziel ist eine optimale Nutzung der verfügbaren Fläche bei möglichst geringen Eingriffen in den laufenden Betrieb. Durch die enge Verzahnung von Lagertechnik, Fördertechnik und Automatisierung entstehen integrierte Lösungen, die sich nahtlos in bestehende Produktions- und Logistikprozesse einfügen.