Lösungen für
Schwerlast-Kragarmlager
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Automatisierte Schwerlast-Kragarmlager

Schwerlast-Kragarmlager von Vollert sind für zahlreiche Anwendungen ausgelegt – überall dort, wo lange, sperrige und besonders schwere Güter sicher gelagert werden müssen. Ob Spaltbänder, Drahtbunde oder andere übergroße Werkstücke: Vollert realisiert Kragarmlager für industrielle Schwerlastanwendungen, in denen Standardlösungen an ihre konstruktiven und statischen Grenzen stoßen. Unsere Systeme sind auf die tatsächlichen Lastfälle ausgelegt – mit Regalbediengeräten, die zu den leistungsfähigsten ihrer Klasse gehören, und einer Anlagenlogik, die sich in bestehende Produktions- und Logistikprozesse integrieren lässt. 

Der Vorteil bei einem Kragarmlager ist, dass sich die vorhandenen Lagerplätze flexibel nutzen lassen und je nach Größe des Lagerguts im Lagerverwaltungsrechner verschieben lassen.

In der Praxis

Wenn Geometrie die Lagertechnik bestimmt

Sobald Werkstücke lang, asymmetrisch oder schwer greifbar sind, stoßen klassische Lagerkonzepte schnell an ihre Grenzen. Kragarmlager wurden genau für diese Anforderungen entwickelt. Durch ihre offene Bauweise eignen sie sich besonders für Langmaterialien, Profile, Rohre, Träger oder großformatige Bauteile. Ebenfalls sind Kragarmlager im Coilbereich eine interessante und kostengünstige Alternative zum klassischen Hochregallager. 

Im Schwerlastbereich entstehen dabei weitere technische Anforderungen. Die Last wirkt nicht nur vertikal, sondern erzeugt zusätzliche Hebelkräfte auf die Konstruktion. Die eigentliche Herausforderung liegt daher weniger im Regal selbst als im Zusammenspiel mit der Handhabungstechnik. Prozesskrane oder automatische Greifsysteme übernehmen das sichere Handling der Werkstücke und sorgen dafür, dass auch große und schwere Bauteile effizient eingelagert werden können.

Automatisierung ist hier grundsätzlich möglich, allerdings stark abhängig von der Standardisierung der Werkstücke. Wenn Abmessungen, Gewichte und Materialeigenschaften stark variieren, steigt der technische Aufwand erheblich. Gleichzeitig erhöhen sich die Anforderungen an Sensorik, Positionierung und Steuerungstechnik.

Kragarmlagerung bringt Herausforderungen

Kragarmlager sind konstruktiv anspruchsvoller als klassische Palettenregale. Die freitragenden Auslegerarme erzeugen durch Biege- und Hebelkräfte erhebliche Momente an Ständern, Querträgern und Fundamenten. Je schwerer und länger die gelagerten Güter, desto höher die statischen und dynamischen Anforderungen an das Gesamtsystem. Wer diese Zusammenhänge unterschätzt, riskiert Verformungen, Instabilität oder im schlimmsten Fall den Ausfall der gesamten Lagerstruktur. Die Berechnung des Stahlbaus ist deutlich anspruchsvoller. Eigene In-House Statiker erlauben es Vollert, hier Lösungen zu finden, die im Vergleich zu Standardlösungen deutlich schlanker und leichter sind. 

Hinzu kommt die Betriebsrealität: Lange Werkstücke wie Spaltbänder, Coils, Rohre oder auch Holzwerkstoffe benötigen ausreichend Rangierfläche, geeignete Aufnahmevorrichtungen und eine Fördertechnik, die das Material sicher und prozesssicher transportiert. Ungleichmäßige Beladung einzelner Arme, fehlende Ladungssicherung oder ein unzureichendes Beladungskonzept sind typische Schwachstellen, die in der Planungsphase konsequent adressiert werden müssen. Ebenso muss auf die Durchbiegung des Lagerguts geschaut werden.

Automatisierung

Viele Kragarmlager werden heute noch manuell oder mit konventionellen Kranen bedient. Das funktioniert in kleinen Lagern mit überschaubaren Zugriffsfrequenzen – stößt aber schnell an Grenzen, wenn Taktzeiten steigen, Personalkosten zunehmen oder Fehlerquellen im manuellen Betrieb zu Produktionsunterbrechungen führen.

Vollert realisiert automatisierte Kragarmlager mit leistungsfähigen Schwerlast-Regalbediengeräten, die Lasten präzise, reproduzierbar und ohne manuelle Eingriffe einlagern und auslagern. Die Regalbediengeräte sind auf die spezifischen Anforderungen des jeweiligen Lagerguts ausgelegt – mit geeigneten Lastaufnahmemitteln, definierten Positioniergenauigkeiten und einer Steuerung, die sich in übergeordnete Lagerverwaltungs- und Produktionsleitsysteme integrieren lässt.

Der Übergang vom manuellen zum automatisierten Betrieb muss nicht zwingend als Neubau erfolgen. In vielen Projekten lassen sich bestehende Kragarmregalstrukturen durch gezielte Modernisierung – neue Regalbediengeräte, aktualisierte Steuerungstechnik, angepasste Fördertechnik – auf ein deutlich höheres Automatisierungsniveau heben. Vollert begleitet diesen Prozess von der Analyse der Ist-Situation bis zur Inbetriebnahme des modernisierten Systems.

Wo Kragarmlager ihre Anwendung finden

Schwerlast-Kragarmlager von Vollert sind in sehr unterschiedlichen Industrien und Anwendungsfeldern im Einsatz. Was sie verbindet: Die Anforderungen an Traglast, Präzision, Verfügbarkeit und Prozessintegration liegen weit oberhalb dessen, was Standardsysteme leisten können.

SPALTBÄNDER UND COILS

Spaltbänder und Coils gehören zu den anspruchsvollsten Lagergütern überhaupt: hohe Einzelgewichte, empfindliche Oberflächen und ein Materialbild, das spezifische Aufnahmevorrichtungen und eine präzise Positionierung erfordert. Vollert-Kragarmlager für Coil-Anwendungen sind auf diese Anforderungen ausgelegt – mit Regalbediengeräten, die Lasten sicher aufnehmen, transportieren und exakt einlagern. Speziell Silikonbleche im Transformatorenbau müssen extrem vorsichtig gehandelt und gelagert werden.

DRAHTBUNDE UND RINGMATERIAL

Drahtbunde stellen ähnliche Anforderungen wie Coils, erfordern aber häufig andere Aufnahme- und Sicherungskonzepte. Entscheidend ist hier neben der Tragfähigkeit auch die Zugriffslogik: Welches Bund wird wann benötigt, und wie lässt sich der Materialfluss in den nachgelagerten Produktionsprozess integrieren?

LANGGUT, PROFILE UND ROHRE

Stangen, Profile, Rohre und ähnliches Langgut erfordern Kragarmlager mit ausreichender Armtiefe, definierten Stützabständen und einer Fördertechnik, die das Material ohne Beschädigung aufnimmt und abgibt. Gerade bei langen Werkstücken ist die Abstimmung zwischen Regalgeometrie, Regalbediengerät und Übergabestation entscheidend für einen reibungslosen Betrieb.

HOLZWERKSTOFFE

Ähnlich wie im Flachlager erlaubt das Kragarmlager bei diesem Lagergut eine flexible Nutzung des Platzes im Lager, in dem die Abmessungen der Lagerplätze individuell im Lagerverwaltungssystem berechnet und vergeben werden.

Häufige Fragen

Schwerlast-Intralogistikprojekte sind immer individuell. Unterschiedliche Lasten, Materialeigenschaften, Produktionsprozesse und Platzverhältnisse erfordern maßgeschneiderte Lösungen. Entsprechend entstehen bereits in der frühen Projektphase zahlreiche Herausforderungen. Nachfolgend beantworten unsere Experten die häufigsten Fragen aus der Praxis zu Schwerlast-Kragarmlagern – basierend auf jahrzehntelanger Erfahrung mit automatisierten Lösungen für verschiedenste Industrien.

Vollert-Kragarmlager sind speziell für lange, sperrige und schwere Güter konzipiert, die sich in herkömmlichen Regalsystemen nicht wirtschaftlich oder sicher lagern lassen. Typische Lagergüter sind Spaltbänder, Stahl- und Aluminiumcoils, Drahtbunde, Rohre, Profile, Stangenmaterial, Holzwerkstoffe sowie weitere Sondergeometrien mit Einzelgewichten von mehreren Tonnen bis zu 50 Tonnen und darüber hinaus. Die offene Bauweise ermöglicht eine flexible Lagerung unterschiedlichster Formate. Durch individuell ausgelegte Lastaufnahmemittel und automatisierte Handhabungstechnik können auch empfindliche oder besonders schwere Güter sicher, platzsparend und effizient eingelagert werden.

Vollert entwickelt Kragarmlager nicht als standardisierte Lösung mit nachträglichen Anpassungen, sondern als individuell geplantes Gesamtsystem. Grundlage jeder Auslegung sind die tatsächlichen Anforderungen des Kunden, darunter Gewicht, Abmessungen, Materialeigenschaften, Umschlagshäufigkeit und Prozessabläufe. Auf dieser Basis werden Regalstruktur, Regalbediengerät, Fördertechnik und Steuerung optimal aufeinander abgestimmt. Dadurch entsteht eine Lösung, die sowohl technisch als auch wirtschaftlich überzeugt. Das Ergebnis sind schlanke und effiziente Stahlbaukonstruktionen mit hoher Lagerdichte, kurzen Zugriffszeiten und einer optimalen Integration in bestehende Produktions- und Logistikprozesse.

In vielen Fällen ist die nachträgliche Automatisierung eines bestehenden Kragarmlagers technisch und wirtschaftlich sinnvoll. Im Rahmen einer detaillierten Bestandsanalyse untersucht Vollert die vorhandenen Regalstrukturen, Tragfähigkeiten, Materialflüsse und Betriebsabläufe. Darauf aufbauend wird bewertet, welche Komponenten weitergenutzt werden können und welche Modernisierungsmaßnahmen erforderlich sind. Dazu zählen beispielsweise neue Regalbediengeräte, automatisierte Fördertechnik, moderne Steuerungssysteme oder die Anbindung an ein Lagerverwaltungssystem. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit des Lagers deutlich zu steigern und gleichzeitig Investitionskosten sowie Eingriffe in den laufenden Betrieb zu minimieren.

Schwerlast-Kragarmlager erzeugen aufgrund hoher Einzellasten und großer Spannweiten erhebliche Kräfte, die sicher in den Baugrund eingeleitet werden müssen. Deshalb spielen Bodentragfähigkeit, Fundamentauslegung und Verankerung bereits in der frühen Planungsphase eine zentrale Rolle. Neben den statischen Lasten werden auch dynamische Belastungen durch Ein- und Auslagerprozesse sowie mögliche Schwingungen berücksichtigt. Vollert analysiert die vorhandenen Rahmenbedingungen und stimmt Regalstruktur, Lastverteilung und Fundamentkonzept optimal aufeinander ab. Dadurch wird eine langfristig sichere und wirtschaftliche Nutzung des Lagers gewährleistet – auch bei hohen Lasten und intensiven Betriebszyklen.

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