richtigen Rangierkonzepts
Stück- und Schüttgut, Flüssigkeiten oder Gase wirtschaftlich und effizient zu verladen und zu rangieren, spielt heute eine wichtige Rolle in den innerbetrieblichen Logistikabläufen. Dabei muss alles zuverlässig und on time ablaufen, so wie den neuesten sicherheitstechnischen Vorschriften und Normen entsprechen.
Wirtschaftliche Rangierprozesse im Gleisanschluss
Um innerbetrieblich Güter und Waren wirtschaftlich von A nach B zu transportieren bzw.an das System Bahn zu übergeben, sind jedoch intelligente Logistikprozesse erforderlich. Dazu gehören wirtschaftliche Rangiervorgänge in Güterbahnhöfen, Häfen und Wartungsdepots, um dort reibungslose Abläufe zu gewährleisten.
In Gleisanschlüssen gibt es zudem zahlreiche Herausforderungen, die wir immer wieder vorfinden und lösen müssen. Dazu gehört zum Beispiel, dass Gleisanlagen häufig Weichen, Steigungen und Gleis Bögen enthalten. Gleichzeitig müssen Waggons nicht nur ladegerecht bereitgestellt, sondern auch über große Strecken rangiert werden. Häufig sind auch die Umgebungsbedingungen sehr rau, verursacht durch eine hohe Staubbelastung oder extreme Klimaverhältnisse.
Platzmangel: Innerbetriebliche Gleisanschlüsse befinden sich oft in beengten Verhältnissen mit begrenztem Platz für Rangierbewegungen. Dies erfordert präzise Rangierabläufe, um Kollisionen und Unfälle zu vermeiden.
Zeitdruck: In vielen Betrieben besteht hoher Zeitdruck, um die Produktion oder den Transportablauf nicht zu stören. Dies erfordert effizientes und schnelles Arbeiten, ohne die Sicherheit zu gefährden.
Vielfalt: Innerbetriebliche Anlagen nutzen häufig verschiedene Waggons. Dies erfordert Flexibilität und Expertise bei der Vorplanung der Abläufe und der Auswahl der Technologie.
Effiziente und zuverlässige Rangierprozesse sind ein zentraler Baustein moderner Industrie- und Logistikstandorte. Genau hier setzen unsere Lösungen an. Wir bieten ein breites Spektrum an Rangierkonzepten, die individuell auf die Anforderungen unserer Kunden zugeschnitten sind. Dazu zählen unter anderem leistungsstarke Rangierfahrzeuge, flexible Seilzuganlagen sowie vielseitige Zweiwege-Fahrzeuge für den kombinierten Einsatz auf Straße und Schiene.
Ergänzt wird dieses Portfolio durch unterschiedliche Antriebstechnologien, die je nach Einsatzszenario gezielt ausgewählt werden können. Ob bewährter Dieselantrieb, emissionsfreier Elektroantrieb, kabelgebundene Systeme oder hybride Lösungen – jede Technologie bietet spezifische Vorteile in Bezug auf Leistung, Verfügbarkeit, Nachhaltigkeit und Infrastruktur.
Unser Anspruch ist es, für jede Anwendung die passende Kombination aus Rangierkonzept und Antriebstechnologie zu entwickeln. So entstehen maßgeschneiderte Lösungen, die nicht nur wirtschaftlich, sondern auch zukunftssicher sind.
Seit den 50er-Jahren werden ortsfeste, seilgebundene Rangieranlagen für das Verziehen von Eisenbahnwaggons und Zügen eingesetzt. Sie sind mit ihrer kompakten und robusten Bauweise auch für die härtesten Klimabedingungen ausgelegt und werden auch häufig in ATEX-Bereichen eingesetzt. Je nach Anwendungsfall setzen wir auf unterschiedliche Systeme.
Der Kleinschubwagen oder die Mitnehmerkette sind geschlossene Seilzugsysteme und liegen ständig längs der Rangierstrecke. Die Ankopplung an den Zug erfolgt über eine Anschlagkette bzw. über eine Kugelstange. Bei Durchgangsgleisen empfiehlt sich eine Rangieranlage mit Radsatzschubwagen, damit bei eingefahrenen Schubrollen das Gleis frei befahrbar bleibt. Die Schubrollen können an jeder beliebigen Achse angreifen. Flexible, voll automatische Abläufe sind hierdurch realisierbar.
Bei Sackgleisen wird gerne eine Rangieranlage mit Normalspur-Schubwagen eingesetzt. Hier können schwere Züge bis zu einem Gesamtgewicht von 4.000 Tonnen bewegt werden. Als zusätzliche Variante kann der Schubwagen seitlich ausfahren, damit das Gleis für den Durchgangsverkehr frei zu befahren ist.
Im Vergleich zu stationären Rangieranlagen ist der Rangier-Robot eine weichen- und gleisunabhängige Lösung. Anhängelasten bis 8.000 Tonnen können problemlos bewegt werden und durch seine niedrigen Anschaffungs-, und Prüfkosten ist diese Lösung eine Alternative zu den großen Rangierlokomotiven. Es gibt eine Vielzahl von Antriebstechniken.
Zweiwege-Fahrzeuge sind die optimale Lösung für den leichten Rangierbetrieb. Sie können batteriebetrieben und daher emissionsfrei eingesetzt werden. Funkferngesteuert wechselt man schnell und einfach vom Gleis auf die Straße. Durch ihre hohe Wendigkeit und kompakte Bauweise sind Zweiwege-Fahrzeuge die optimale Lösung für überall da, wo man schnell und effizient auf mehreren Gleisen rangieren muss.
Digitale Lösungen eröffnen neue Optionen in der Rangiertechnologie. Smart Features erhöhen Transparenz, Effizienz und Sicherheit im Betrieb – und machen Rangierprozesse fit für die Zukunft.
Exakte Positionierung von Waggons
Um Waggons exakt zu positionieren, setzt man heute auf stationäre Sensoren im Gleis. Oder auf einen Absolut- oder Inkrementaldrehgeber, welcher an einem schlupffreien zusätzlichen Rad montiert ist. Dieser dient zum einen zur Aufnahme der aktuellen Geschwindigkeit und zum anderen als Wegmesssystem, beispielsweise in einer Waggontaktung. Ein Messrad kann aber auch als Schlupferkennung eingesetzt werden, in dem Geschwindigkeits- Ist-und Sollwert verglichen werden. Gibt es eine wesentliche Differenz zwischen Ist und Soll, so wird Sand zwischen Rad und Schiene gestreut, um den Reibwert zu beeinflussen.
Um Hindernisse zu erkennen oder um die Sicherheit zu erhöhen, kann der Fahrweg durch Radar oder Laserscanner überwacht werden. Scanner können auch zur Abstandserkennung eingesetzt werden, wie beispielsweise beim selbstständigen Ankoppeln.
Individuelle Kundenschnittstellen
Ein weiteres Smart Feature ist die Einbindung individueller Kundenschnittstellen. Dadurch lassen sich moderne Rangiersysteme heute einfacher in zentrale Verladesteuerungen von Kunden integrieren. Auszutauschende Signale sind neben der Fahrgeschwindigkeit oftmals auch Fahrfreigaben beziehungsweise Sperren. Auch die Signal-und Videoübertragung ist heutzutage nicht nur über Funk möglich, sondern auch über eine W-Lan-Verbindung. Bei der Antriebstechnik mit Kabeltrommel kann die Übertragung der Signale in einem integrierten Lichtwellenleiter erfolgen. Damit können viel mehr Signale und auch höhere Übertragungsgeschwindigkeiten realisiert werden.
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