Schwerlast-
transportwagen
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Gleisgebundene Schwerlasttransportwagen

Schwere Güter innerbetrieblich zu bewegen ist eine Frage des Fahrwegs. Wer Coils, Brammen oder Schrottkörbe in festem Takt zwischen Lager, Ofen, Walzwerk oder Weiterverarbeitung transportiert, braucht ein System, das die Last definiert in den Boden ableitet, immer dieselbe Strecke fährt und an jeder Übergabestelle an derselben Position hält. Genau das leistet ein gleisgebundener Transportwagen: Der Fahrweg ist festgelegt, die Übergabepunkte sind eindeutig, der Ablauf lässt sich absichern und automatisieren.

Vollert liefert und installiert gleisgebundene Transportfahrzeuge und Schwerlastmanipulatoren für den innerbetrieblichen Transport schwerer Lasten – für Stahl- und Hüttenwerke oder die Aluminiumindustrie. Transportwagen mit Traglasten bis 300 Tonnen für Schrottkörbe, Brammen oder Coils gehören ebenso zum Programm wie komplexe Automatisierungssysteme. Die Anlagen werden mit der von Vollert entwickelten Steuerung vor Ort in die Produktionsanlage integriert.

Wo Transportwagen ihre Anwendung finden

Schwerlasttransportwagen verbinden Prozessschritte, zwischen denen schwere Güter in festem Takt bewegt werden. Er  leitet Gewicht und Punktlasten über Schiene und Fundament ab, statt sie flächig auf den Hallenboden zu bringen. Hinzu kommen die Bedingungen des Schwerlastumfelds: Hitze in Ofen- und Gießereinähe, Zunder, Staub und Schmutz, enge Hallengeometrien und Fahrwegkreuzungen mit Personal oder anderen Fahrzeugen. Ein fester Fahrweg macht solche Situationen planbar: Sicherheitszonen, Kreuzungen und Übergaben werden einmal definiert und gelten für jede Fahrt.

STAHL- UND HÜTTENWERKE

Schrottkörbe und Brammen gehören zu den schwersten Einzellasten im innerbetrieblichen Transport. Sie werden zwischen Schrottplatz, Ofen, Stranggießanlage, Lager und Weiterverarbeitung bewegt – in einer Umgebung mit hohen Temperaturen, Zunder und Schmutz, die bei Konstruktion und Antrieb berücksichtigt werden muss.

ALUMINIUMINDUSTRIE

Coiltransportwagen verbinden Hochregallager, Walzwerk und Schneidelinien zu einem automatisierten Materialfluss. So fahren induktiv versorgte Coiltransportwagen berührungslos und ohne Schleppkette zwischen Hochregallager und Walzwerk – inklusive Fahrwegkreuzungen mit dem vorhandenen Walzenwechselwagen und dem Werkspersonal.

Auslegung eines Transportwagens

Ein Transportwagen ist immer Teil eines Materialflusses. Vollert plant Schwerlasttransportwagen deshalb als Teil des Gesamtmaterialflusses: Übergabepositionen zu Kran, Regalbediengerät oder Linie werden systemisch definiert, Fahrwegkreuzungen und Sicherheitszonen von Anfang an mitgeplant. Die Steuerung entwickelt Vollert selbst und integriert die Anlage damit vor Ort in die Produktionsumgebung – auch in bestehende Steuerungssysteme. In Brownfield-Projekten entscheidet diese Integrationsleistung über den Erfolg: bestehende Gleise und Fundamente, Hallenstützen, laufende Prozesse und vorhandene Steuerungen müssen von Beginn an berücksichtigt werden. Ein Team von Technikern und Ingenieuren steht dafür weltweit zur Verfügung.

Automatisierung und Integration in den Materialfluss

Ein Schwerlasttransportwagen besteht im Kern aus Tragrahmen, Fahrwerk, Antrieb, Energiezuführung, Lastaufnahme und Steuerung. Welche Ausführung passt, entscheidet nicht die Produktkategorie, sondern das Zusammenspiel aus Last, Strecke, Umgebung und Übergabepunkten. Dabei sind verschiedene Fragestellungen und Themen im Vorfeld abzuklären:

  • Welche Lasten, Abmessungen und Materialien müssen bewegt werden – und wie heiß oder empfindlich sind sie?

  • Wie verläuft die Strecke: linear, mit Kreuzungen, in der Halle oder im Freien?

  • Welche Taktung und welcher Durchsatz sind gefordert?

  • Welche Übergabepunkte gibt es – Kran, Regalbediengerät, Rollenbahn, Maschine?

  • Welche Schnittstellen zu bestehenden Steuerungen bestehen?

  • Neuanlage oder Erweiterung im laufenden Betrieb?